01.04.1870 geboren im Gasthaus „Hirsch“ in Malsch, in einem Dorf mit damals etwa 3000 Einwohnern, gelegen zwischen Ettlingen und Rastatt, etw 15 km südlich von Karlsruhe.

Selbstbildnis, Theodor Schindler, 1913
1889 Zeichenlehrerausbildung an der Kunstgewerbeschule Karlsruhe
1891 – 1895 Kunststudium an der Großherzoglichen Akademie der Künste in Karlsruhe (später die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe)
1895 Private Malschule in München bei Professor Friedrich Fehr (Historienmaler) und Professor Schmid-Reutte
1901 Zeichenlehrer in Heidelberg, 1902 – 1913 in Mannheim
1903 heiratet er Mathilde Göller, geboren 1878, die er schon lange kannte.
ab 1905 Graphiken mit Motiven aus Malsch und Mannheim
1906 Geburt der Tochter Klara
1910 – 1913 Teilnahme an Kunstausstellungen von nationaler Bedeutung in Bremen und Barmen.
In Köln Teilnahme an der Ausstellung der Internationalen Kunstausstellung des Sonderbundes westdeutscher Kunstfreunde und Künstler 1912 .
Kollektivausstellung in der Kunstgalerie von Paul Cassirer in Berlin.
Ausstellung in der „Modernen Galerie“ von Heinrich Thannhauser, München
1913 Berufung nach Weimar an die Großherzoglich Sächsische Kunstschule
1914 Rückkehr in den Schuldienst nach Mannheim, wo er mit Ehefrau Mathilde und der einzigen Tochter Klara am Rheindamm wohnte.
1918 – 1932 Teilnahme an den Ausstellungen der „Mannheimer Künstlergruppe“. Werke in der Mannheimer Galerie „Das Kunsthaus“ des später nach New York emigrierten Kunsthändlers Dr. Herbert Tannenbaum. Viele seiner Werke wurden von Gustav Friedrich Hartlaub dem damaligen Leiter der Kunsthalle und von der Stadt Mannheim erworben.
1932 Bau des Wohnhauses nach Plänen des Karlsruher Architekten Ch. Günthner und Umzug nach Malsch
1933 veranstaltete der von den Nationalsozialisten eingesetzte neue Leiter der Kunstschule und Badischen Kunsthalle Hans Adolf Bühler eine Ausstellung unter dem Titel Regierungskunst von 1918 bis 1933. Es war die erste Ausstellung, bei der es um die Diffamierung und Bloßstellung der teilnehmen Künstler ging. Höhepunkt dieser Entwicklung war die Ausstellung „Entartete Kunst“ in München. Schindler gehörte neben Hubbuch zu den Künstlern, die in Karlsruhe angeprangert wurden. Schindler war entsetzt. Danach vermied er es bis Kriegsende seine Bilder auszustellen.
1936 – 1945 lokaler Künstler in Malsch, Auftragsarbeiten
1944 stirbt sein Frau Mathilde
1945 – 1950 Schindler lebt mit Tochter Klara und Schwiegersohn Werner Koch, die beide bei Karl Hubbuch an der Kunstakademie Karlsruhe studiert hatten, in seinem Wohnhaus in Malsch.
1950 stirbt Theodor Schindler in seinem achtzigsten Lebensjahr.